Der Kennel "vom Neuen Palais"

Zuerst kamen die Boxer. 1981 kam als Welpe Corby von der Mariendorfer Höhe zu uns, ein gestromter Boxer, 9 Wochen alt. Für meinen Mann war es klar, zu einem Haus und Grundstück gehört ein Boxer. Denn er war mit Boxern aufgewachsen. Sofort hat er auch mein Herz gewonnen und so hatten wir die nächsten Jahre immer Boxer.

Alexander von Maximus zog 1988 bei uns ein, ein gelber Rüde mit weißen Abzeichen. Er machte die SchH1, wurde angekört, präsentierte sich souverän auf Ausstellungen und hatte auch Nachwuchs.

Nach Alexander kam Godewind von Santana zu uns. Ein gestromter Rüde mit einem wunderschönen Kopf. Leider fand er Ausstellungen schrecklich langweilig, so ließen wir das bald. Aber der Schutzdienst war seine größte Freude, also machte auch er die Schutzhundprüfung, wurde angekört und bekam mehrfach Nachwuchs. Godi blieb äußerst ungern allein, so holten wir ihm eine Freundin ins Haus, Agatha von der Elchtränke. Auch Gathi machte die SchH1 und hatte 2 Würfe.

Somit war der international geschützte Zwinger "vom Neuen Palais" gegründet. Agatha wurde zwölf Jahre alt. Als sie im Dezember 2006 verstarb, wollten wir endlich "freie Menschen" sein und keinen Hund mehr. Es ging ein halbes Jahr gut. Wir erkundeten das sich verändernde Berlin, machten schöne Reisen, aber nach einem Weilchen wurde es doch alles recht langweilig und immer mehr machte sich der Gedanke bei uns breit: Ein Leben ohne einen Hund ist doch ein Hundeleben. Wir möchten doch wieder einen Hund. Doch nun sollte es kein Boxer mehr sein, lieber ein Miniboxer, eine Nummer kleiner. Wir informierten uns über französische Bulldoggen, Möpse und Bostonterrier, sahen uns auf Ausstellungen und bei Züchtern die verschiedenen Rassen an, informierten uns über das Internet und aus der Literatur.

So kam der Entschluß, es soll ein Boston Terrier werden. Durch die sehr enge Bindung zu meiner letzten Boxerhündin "Gathi" wünschte ich mir eine Hündin, die 2008 bei uns einziehen sollte. Ich telefonierte im Sommer 2007 mit Silvia Hesse, einer Boxer-und Bostonterrierzüchterin, die ich schon aus Boxerzeiten kannte. Wir konnten uns ihren Wurf ansehen, der am 7.Mai geboren war, wussten aber, dass alle Welpen schon vergeben waren. Wir staunten, wie die siebenköpfige Rasselbande mit Mutter Jamila und Grossmutter Esperanza durch den Garten tobte, ohne von der hochsommerlichen Hitze beeinträchtigt zu sein. Wir liessen uns für eine Hündin aus dem nächsten Wurf vormerken.

Doch es kam anders. Nach zwei Wochen kam ihr Anruf, O'Melly ist frei geworden, er hat doch deinem Mann so gefallen, ihr könnt ihn bekommen. Für meinen Mann war alles klar, aber ich hatte eine schlaflose Nacht. Am nächsten Tag sagten wir zu und im August 2007 zog O'Melly zu uns. O'Melly, ein schöner Name, wie irischer Whisky, das ist ein schöner Rufname.